Hinweise für die Verarbeitung von Naturkorken

 

Naturkorken sind ein sensibler Rohstoff.

Im folgenden finden Sie detaillierte Informationen zur korrekten Lagerung und zum Gebrauch unserer Naturkorken.

Weitere Informationen finden Sie auch in unseren Ratgebern und bei den einzelnen Produkten.

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Lagerung der Korken allgemeinNaturkorken sollen in separaten Räumen, die gut gelüftet, geruchsneutral und normal temperiert sind, bei 18/20° C gelagert werden.

  • Bei zu kühler Lagerung (< 15° C ) werden Naturkorken hart und brüchig. Dies kann sich negativ auf die Abdichtung auswirken.
  • Bei zu warmer Lagerung (> 25° C ) werden Naturkorken zu weich. Dies kann zum Herausschieben der Korken aus der Flaschenmündung führen.
Lagerung / Verwendung der Korken vor der AbfüllungNaturkorken sollen mindestens 24 Stunden vor der Verarbeitung bei einer Temperatur von 18/20° C gelagert werden.
Die Korken sollten spätestens 6 Monate nach Erhalt verarbeitet werden.


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FlaschenVerwenden Sie nur Flaschen, deren Innenmündungsabmessungen folgenden Normen entsprechen:
Weinflaschen: DIN EN 12726
Sektflaschen: DIN 6094-5

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KorkschlossDie Korkschlösser müssen regelmäßig vor und während des Einsatzes auf Beschädigungen überprüft werden. Beschädigte Korkschlösser können Quetschfalten und mechanische Beschädigungen am Korken verursachen. Dies kann zu Undichtigkeiten und erhöhtem Korkstaubanfall führen. Das Korkschloss darf im geschlossenen Zustand im Durchgang nicht weniger als 16 mm Durchmesser haben.

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KorkmaschineUm einen erhöhten Anfall an Korkstaub zu vermeiden, sollten folgende Teile der Korkmaschine vor der Abfüllung sorgfältig kontrolliert werden:

  • Der Korktrichter mit bewegl. Teilen auf scharfe Kanten und mechanische Beschädigungen
  • Das Korkfallrohr auf scharfe Kanten und mechanische Beschädigungen
  • Die Korkschlösser (siehe Punkt 3)
  • Die Korkschlossheizung (maximale Temperatur 80° C)
  • Zentriertulpe und Korkstssel auf Passgenauigkeit und exakte Zentrierung
  • Die Flaschenführung passend zur Flaschenform

Eine optimale Zentrierung der Flasche unter dem Korkschloss sorgt für einen sauberen und geraden Sitz des Naturkorkens im Flaschenhals.
Die Verkorkungstiefe bei Sektkorken muss 22-24 mm betragen.

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FüllhöheDie Füllhöhe ist vom Flaschentyp, der Korkenlänge und der Abfülltemperatur des Weines abhängig. Im Flaschenhals soll ein Freiraum von mindestens 55 mm
(bei einer Korkenlänge von 38 mm) über dem Füllspiegel (gemessen ab der Mündungsoberkante) bei einer Weintemperatur von 20°C verbleiben. Bei einem kälteren Wein ist die Füllhöhe entsprechend niedriger, bei einem wärmeren Wein entsprechend höher (siehe unsere Mündungsschablone).

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InnendruckDer Flascheninnendruck sollte bei jeder Füllung kontrolliert werden. Dies gilt auch beim Einsatz einer Vakuumeinrichtung, um deren Funktion zu überprüfen. Die notwendige Flaschenstandzeit nach dem Verkorken ist abhängig vom Flascheninnendruck.

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Legen oder Kopfstellen der FlaschenDer Naturkork erreicht ca. 3 Stunden nach dem Zusammenpressen im Korkschloss wieder 95% und nach 24 Stunden 99% seines ursprünglichen Durchmessers (diese Werte können abhängig von der Korkfeuchte leicht variieren ). Um druckbedingte Ausläufer zu vermeiden, sollte im Idealfall eine stehende Lagerung von 24 Stunden nach dem Verkorken eingehalten werden. Bei vorhandenen und funktionierenden druckreduzierenden Maßnahmen (CO 2 -Überlagerung, Vakuumeinrichtung) ist eine stehende Lagerung von 5 Minuten ausreichend.
Presskorken sind nur für stehende Lagerung für eine Lagerzeit bis 12 Monate geeignet.

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Lagerung und Transport der FlaschenweineGroße Temperaturschwankungen bei der Lagerung und beim Transport der Flaschenweine sind zu vermeiden. Die bei Temperaturschwankungen auftretenden Volumenänderungen können zu Korkschiebern und Ausläufern führen.